Räuchern Teil 1


Burda Lustig

Geschichte der Räuchermischungen

Teil 1 Vergangenheit
Räuchern in China – eine lange Räuchermischung Tradition

Wer in China eine neue Wohnung bezieht, räuchert diese vorher aus. Auch beim Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen wenden viele Chinesen das Räuchern an, bevor sie mit dem Auto die Fahrt antreten. In allen Fällen soll das Räuchern böse Geister vertreiben und gleichzeitig wird der Schutz von den Göttern erbeten. Räuchern klärt, belebt und beruhigt, je nach verwendetem Räucherwerk, den Geist und trägt zur Heilung von manchen körperlichen Beschwerden bei.

Die chinesische Räucher-Kultur in der Geschichte

Nachweislich wurde in China bereits 3500 vor Christus Hanf als Räucherwerk genutzt. Wahrscheinlich merkten die Chinesen, das

Hanf 3500 Jahre vor Christus
Hanf 3500 Jahre vor Christus

verschiedene Kräuter, diverse Emotionen bei den Menschen freisetzen. Nebenbei wurden die aufsteigenden Rauchwölkchen auch gerne für Vorhersagen zu dem weiteren Lebensverlauf verwendet. Besonderen Aufschwung fand das Räuchern im Daoismus. Beliebt waren bereits damals der Duft von Zedern, Kampfer, Wacholder und auch von Cassis. Das Anzünden von Räucherstäbchen und Flitterpapier bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch in den privaten Räumlichkeiten, diente neben dem Fernhalten von bösen Dämonen auch zur Unterstützung der Meditation und sollte den Menschen Glück und Wohlstand bringen. Mit dem Zeitalter des Konfuzianismus erfreut sich das Räuchern auch in der Aristokratie zunehmender Beliebtheit. Des Weiteren findet es Anwendung bei magischen Ritualen und dem Yì Jīng (I Ging) Orakel, übrigens bis heute. Auch im Buddhismus hat das Räuchern einen wichtigen Stellenwert.

Räuchern – im Einklang mit der Natur

Durch die Jahrtausende perfektionierte China seine Räucher-Kultur. Dazu zählen auch diverse Räuchergefässe, wie zum Beispiel der Weihrauchkessel, wo Räucherstäbchen stilvoll abgebrannt werden können. Neben Räucherstäbchen werden auch Räucherspiralen, mit einer extrem langen Brenndauer, erzeugt. Bis

Räucherspiralen in buddhistischen Tempeln
Räucherspiralen in buddhistischen Tempeln

zu einer Höhe von drei Metern, werden diese vor allem für öffentliche Feierlichkeiten verwendet. Des Weiteren sorgen diese Räucherspiralen in buddhistischen Tempeln für meditative Stimmung. Zu den beliebten Düften zählen Zimt, Basilikum, Beifuss und Sandelholz. Durch ihren positiven Einfluss auf die menschliche Psyche, findet das Räuchern auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon lange als Ergänzung zu anderen Therapien statt. Auch die Moxibustion ist eine Räuchertherapie aus China: Dabei verglimmen auf bestimmten Stellen des menschlichen Körpers kleine Beifußfasern. Die dabei entstehende Wärme wirkt positiv auf die darunter befindlichen Energiebahnen und lässt dadurch das Qui wieder ungehindert fließen.

Duftöle aus China – zum Räuchern, Aromatisieren und Einreiben

Die Chinesen lieben schöne Bauwerke und wohlriechende Düfte. Bereits 5000 Jahre vor Christus fügten sie deswegen ihrem Wein und auch diversen Speisen ätherisches Öl, zum Beispiel von Rosen,

Duftöle eine lange Tradition
Duftöle eine lange Tradition

als Aromastoff bei. Damals wie heute hat das Parfümieren mit Duftölen eine große Tradition in China: Sie sorgen für frischen Atem, duftende Haut und wohlriechende Kleidung. Duftöle vereinen das Beste aus der Natur und werden – ebenso wie das andere Räucherwerk – aus Wurzeln, Rinden, Harzen oder Blüten hergestellt. Sie wirken desinfizierend, reinigend und je nach Wunsch beleben oder beruhigen sie die Sinne.

Räuchermischungen in China – eine lange Tradition, die nach wie vor im Alltag nicht wegzudenken ist. Ob mit Räucherstäbchen oder Duftölen, Düfte wecken auch bei den Chinesen verborgene Erinnerungen und sorgen dadurch für Wohlgefühl und Geborgenheit.

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