Opium – endlich verständlich

Opium – Geheimnissvolle Samen

Opium wird aus den unreifen Samenkapseln von Schlafmohn gewonnen. Dabei wird der Milchsaft, der durch das Anritzen der Samenkapsel aufgefangen wird, getrocknet. Während des Trocknens, entsteht dabei durch die sogenannte Autoxidation eine

Opium Anbaugebiete
Opium Anbaugebiete

feste Masse, die Dunkelbraun bis Schwarz ist, und als Rohopium bezeichnet wird. Dabei bilden Kodein, Morphin, Alkaloide und Thebain die Hauptbestandteile von Opium. Opium zählt zu den Rauschmitteln, wird aber auch als Betäubungsmittel genommen.

Aus Opium selbst kann man das halbsynthetische Diacetylmorphin gewinnen, was als Heroin bekannt ist. Es zählt zu den weit verbreitesten, illegalen Drogen weltweit. Afghanistan, Thailand, Myanmar und Laos sind die größten Länder, in denen illegales Opium in großen Mengen produziert wird.

Besonders in China spielte Opium eine wesentliche Rolle, denn im Beginn des frühen 19. Jahrhunderts wurde dort eine große Menge Opium durch die Briten eingeführt. Es bildete sich sogar ein Widerstand gegen die Einfuhr von Opium, der 1840 im sogenannten

Opium Schlafmohn Ernte
Opium Schlafmohn Ernte

Opium Krieg endete, der 2 Jahre dauerte. Bereits damals gab es allein in China innerhalb kürzester Zeit über 20 Millionen Opiumsüchtige. In der heutigen Zeit dürfen sechs Länder unter strenger Aufsicht Opium produzieren, welches hauptsächlich als Schmerzmittel eingesetzt wird.

Dazu zählen Indien, die Türkei, Spanien, Ungarn, Frankreich und Australien. Opium selbst enthält bis zu 37 Alkaloide, und zählt zu den stärksten Schmerzmittel der Welt. Der wichtigste Hauptbestandteil ist dabei Morphin und wurde erstmals 1804 von einem Deutschen Apotheker isoliert verwendet. Auch Kodein, was heute in vielen Hustensäften bekannt ist, ist in Opium enthalten. In früheren Zeiten fand Opium seine Anwendung hauptsächlich als starkes Schmerzmittel, aber auch als besonders wirksames Schlafmittel.
Besonders in der Psychiatrie kam Opium zur Behandlung von Depressionen in einer sogenannten Opiumkur zum Einsatz. Schon immer wurde es aber auch als Rauschmittel missbraucht. Besonders im Mittelalter und auch in der Antike spielte Opium eine wichtige Rolle. So war es nicht nur in den sogenannten Schlafschwämmen enthalten, sondern auch in der Medizin als Opiumtinktur, und das, obwohl man um die oft tödlich endenden Nebenwirkungen wusste. Bis zum heutigen Tag wird es jedoch weitestgehend als starkes Schmerzmittel eingesetzt. Opium wirkt zudem nicht nur gegen Durchfall, sondern auch appetithemmend. Als Rauschmittel wird es beinahe auf der ganzen Welt missbraucht, hauptsächlich jedoch in China.
Opiummissbrauch kann dabei drastische Folgen für den Körper haben, die letztendlich bis zum Tod führen können. Langzeitfolgen durch Opiummissbrauch sind zunächst Gewichtsverlust, der bis zur Abmagerung führt und natürlich die absolute Appetitlosigkeit. Zudem können bei der Einnahme von Opium Muskelschmerzen und Kreislaufstörungen auftreten, die bis zur kompletten Atemlähmung fortschreiten können. Diese bedingt natürlich dann die Todesfolge. Aber auch Psychische Merkmale sind bei der Opium Einnahme zu bemerken.

Häufig bilden dabei Depressionen und Persönlichkeitsstörungen aber auch Apathie und Antriebsschwäche die Auswirkungen der

Opium Pfeife
Opium Pfeife

Abhängigkeit. Opium selbst ist in Deutschland nur noch auf Rezept eines speziellen Betäubungsmittelrezeptformulars zu bekommen, und wird gegen chronischen Durchfall eingesetzt. Bestandteile des Opiums, sogenannte Opiate dagegen, sind häufiger zu finden, unter anderem Codein oder Tramadol, was als starkes Schmerzmittel nach Operationen eingesetzt wird. Meistverbreitet ist jedoch Heroin, was von Süchtigen Menschen illegal gekauft wird, und dann gespritzt oder geraucht konsumiert wird. Da die Wirkstoffe über die Nieren ausgeschieden werden, sind diese auch besonders schnell geschädigt, oder enden im Nierenversagen.

Auch der Ausfall der Haare und Zähne sind eine Begleiterscheinung der Abhängigkeit von Opium. Während eines Rausche durch Opium kommt es häufig zu Erbrechen, Einengung der Pupillen, Verkrampfung der Gallenwege, Muskelerschlaffung, Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Mundtrockenheit und zu niedrigen Blutdruck der im schlimmsten Fall zu einem Schock führen kann. Oftmals sind Opiumsüchtige auch mit Langzeitschäden, wie Leberschäden oder Magen und Darmstörungen zu nennen. Hinzu kommt oftmals die gefährliche Beschaffungskriminalität, um an die Droge zu kommen. Zur Behandlung von Heroinabhängigen, wird seit einiger Zeit die Ersatzdroge Methadon unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt.
 Dokumentation über den Schlafmohn und weiteren Drogen

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